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    Meditation und Kontemplation

     

    Die Qualität seines Lebens durch Geistesschulung steigern.

    Meditation und Kontemplation sind innerliche Wege, den Geist zu erforschen. Dabei geht es darum, ihn in sehr subtiler Weise zu durchleuchten, die feinsten Aspekte des eigenen Geistes durch direkte Erfahrung zu erkennen und auszuloten. Mit zunehmender Übung erschließt sich einem praktizierenden Menschen ein Weg, nicht nur eigene Gedanken und Gefühle, Stimmungen und Wesenszüge zu entdecken und zu verstehen, sondern gerade diejenigen, am tiefsten verwurzelten Neigungen und Tendenzen zu transformieren, die einer optimalen und heilsamen Lebenseinstellung im Wege stehen. Auf diese Weise schaffen und stärken wir fundamentale, menschliche Qualitäten wie die Fähigkeit zu einem von Liebe und Güte geprägten Denken und Handeln. Wir erfahren einen Zuwachs an innerer Freiheit, an innerem Frieden und innerer Stärke. Jeder Augenblick unseres Lebens kann durch die meditativen Wege der Geistesschulung qualitativ verbessert werden.

    Achtsamkeitspraxis als Weg der Transformation.

    Als Menschen besitzen wir das kreative Potential, uns zu verändern, unabhängig davon, was wir waren und was wir jetzt sind. Diese innere Grundhaltung bedeutet eine sehr mächtige und kraftvolle Quelle der Inspiration für uns, die uns die Kraft geben kann, uns mit unserer inneren Veränderung zu befassen. Dieser Prozess ist nicht immer leicht, aber das bloße Vertrauen auf dieses Potential setzt Energien für den Transformationsprozess frei, die schon heilende Wirkungen besitzen. Es bedarf kraftvoller Anstrengungen, da eingeschliffene Muster in Denken, Sprechen und Handeln Schritt für Schritt verändert werden müssen. Als Grundlage dazu braucht es den mentalen Aufbau und die kontinuierliche Entwicklung von Achtsamkeit und geistiger Wachheit. Somit entfaltet und formt sich in unserem Geist das Potential eines reinen Gewahrseins, das die Wolken mentaler Verwirrungen und emotionaler Verdunklungen durchdringt, so dass wir mit der Tiefenstruktur des eigenen Geistes in Verbindung kommen.

    Nicht-Anhaften als geistige Grundlage.

    Es geht nicht darum, immer wieder über bestimmte Probleme und geistige Schwierigkeiten zu grübeln, sondern vielmehr achtsam und wach einen Weg zu beschreiten, auf dem wir uns von den mentalen Kettenreaktionen frei machen und diese endgültig loslassen. So können wir durch die Praxis von Meditation und Kontemplation lernen, Gedanken, Gefühle und Bilder einfach kommen und gehen zu lassen, statt ihnen immer wieder zu erlauben, von uns Besitz zu ergreifen. Wir haften an diesen kommenden und gehenden geistigen Aktivitäten nicht an, sondern wir sehen sie ähnlich wie Spuren im trockenen Sand eines Strandes an, die sofort wieder vom Wind verweht werden. Durch Übung baut sich allmählich eine innere Fertigkeit auf, in solch befreiender Weise mit Gedanken und Bildern, Gefühlen und Stimmungen, Erwartungen und Ängsten umzugehen.

    Mit den Gedanken nicht identifiziert sein.

    Ein derartiges, geistiges Umgehen mit der eigenen inwendigen Welt setzt voraus, dass wir uns nicht mit dieser inneren Welt identifizieren. Dies ist für unser westlich geprägtes Denken ein neuer Ansatz, der einem erst einmal vielleicht fremd vorkommt. Doch das, was ich denke, das muss ich nicht sein und das bin ich auch nicht. Ich bin nicht meine Gedanken. Sie sind in mir, aber ich selbst bin sie nicht. Man kann vielmehr seine Gedanken einfach nur betrachten, ohne mit ihnen identifiziert zu sein, wenn man mit einem von Achtsamkeit und geistiger Klarheit geprägten Gewahr-sein an die Sache herangeht.

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    Ein "lediger Geist" als Lebenshaltung.

    Es braucht ein reines, achtsames Bewusstsein, das nicht mit den gedanklichen Inhalten und den gefühlsmäßigen Stimmungen verkettet ist, sondern die Dinge in sich und die äußeren Erscheinungen der Welt geistig klar und unverfälscht erkennt, aber nicht an diesen Inhalten anhaftet und sich damit identifiziert. Meister Eckehart nennt diese geistige Haltung einen "ledigen Geist" oder einen Geist, der "abgeschieden" oder "lauter" ist. Der eigene Geist kann also wahrnehmen, wie die Dinge oder Situationen sind, ohne dass mental etwas hinzugetan oder weggelassen wird. Das setzt einen Geist voraus, der nicht manipuliert oder verhaftet ist, sondern frei und ungebunden sehen kann, was ist und wie etwas ist.

    Mit Illusionen und Wunschbildern schaffen wir uns eine unangenehme, schwierige Wirklichkeit.

    Wer nicht mit einem ledigen, offen und weiten Geist in der Lage ist, seine innere und äußere Realität klar zu sehen, fällt oftmals einem Wunschbild und der Täuschung zum Opfer. Da der Mensch sich mit seinen inneren Bildern und Emotionen identifiziert, glaubt er, dass die Wirklichkeit so ist, wie er sie innerlich denkt oder fühlt. Er bemerkt nicht, dass seine Art und Weise, die Realität zu sehen und zu erleben, nur Projektionen seines Geisteszustandes in die ihn umgebende Welt sind. Diese mentalen Sichtweisen und Konzepte sind aus bestimmten, in der Vergangenheit begründeten Ursachen heraus entstanden und äußern sich jetzt in eben dieser Weise als Projektion. Durch solche projizierten Sichtweisen, die in die Welt hinausschauen und die Welt in einer bestimmten, speziellen Weise erscheinen lassen, entstehen geistige Einstellungen und Haltungen, die nicht selten an dem vorbeigehen, wie die Realität für uns Menschen wirklich ist. Die Folge davon ist, dass wir leiden und vielfachen Kummer auf uns laden.

    Es braucht einen starken, inneren Willen und viel Anstrengung, um eigenes Leid zu beenden.

    Wollen wir, wenn wir immer und immer wieder Leid in verschiedenster Weise erfahren haben, dies bis zu unserem traurigen Ende so weiter geschehen lassen. Ich glaube nicht, dass Menschen dies freiwillig auf sich nehmen möchten. Aber von selbst verschwindet Leid auch nicht. Es braucht einen starken Willen und viel Anstrengung, in seinem eigenen Geisteszustand die unheilsamen und leidhaften Neigungen und Tendenzen anzuschauen, während man sich diesem von mir eben skizzierten Weg unterzieht.

    Sich selbst anschauen, um das Leid zu überwinden.

    Es gibt also einen Weg, um Leid und Kummer zu überwinden. Dazu gehört unerlässlich, dass wir in uns selbst hineinschauen, um uns auf einer tiefen Weise selbst zu begegnen. Die auf dieser Homepage angebotenen meditativen und kontemplativen Kurse bieten eine Möglichkeit dazu. Workshops >> Sie sind herzlich dazu eingeladen.

    Klaus Eitel


    Siehe auch den Artikel: Atem ist Leben - Leben zeigt sich im lebendigen Atem >>
    Atemarbeit und Meditation als moderne, spirituelle Wege zu einem ausgeglichenen Leben.

     

    Literaturhinweise:

    - Wolf Singer, Matthieu Ricard, Hirnforschung und Meditation, edition unseld, Suhrkamp Verlag, 2008, 10 €
    - Larry Rosenberg, Mit jedem Atemzug, Arbor Verlag 2002, 19,90 €
    - Paul Köppler, So meditiert Buddha, O.W. Barth Verlag, 2008, 19,90 €
    - Rigdzin Shikpo, Meditation und Achtsamkeit, Schlüssel zu innerem Vertrauen, Theseus Verlag, 1999
    - Jon Kabat-Zinn, Zur Besinnung kommen, Arbor Verlag, 2006, 29,90 €
    - Matthieu Ricard, Meditation, Nymphenburger Verlag, München, 2008

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